Corona - Situation in Nepal Januar 2022

 Zwischen März 2020  und September 2021 war Nepal mehrheitlich im Lockdown. Vor allem Hotels,  Restaurants, aber auch die Schulen waren geschlossen.

 

In den Grossstädten konnten die Schüler über Internet lernen, aber in den kleinen, abgelegenen Schulen wie z.B. derjenigen in Gorkha (wo wir beim Bau mitgeholfen haben), haben die Kinder während 1½ Jahren keine Schule besucht. Als Delia und ich im November unsere Freunde in Gorkha besucht haben, waren 50 von 150 Schülern wieder in der Schule. Viele Kinder blieben zu Hause und mussten mithelfen bei der Ernte. Nun versuchen wir, dass möglichst viele Kinder wieder die Schule besuchen...

 

Vor allem Menschen, welche im Tourismus arbeiten (etwa 15% der Bevölkerung), haben unter dem Lockdown sehr gelitten.

Seit September hat sich Nepal wieder geöffnet, der Alltag wird wieder relativ normal gelebt.

 

50% der Bevölkerung sind schon ein Mal, 36% zwei Mal geimpft. 

 

Ich habe nun leider erfahren, dass wegen der Omikron – Welle die Regierung die Schulen in Nepal vor einigen Tagen wieder geschlossen hat. Die Spitäler füllen sich nun langsam wieder mit Covid – Patienten.

 

Hoffen wir, dass die Welle schnell vorbeigeht, und bald die allgemeine Situation in Nepal wieder normal wird…

 

Während des langen Lockdowns hatten die meisten Menschen auf dem Land haben genügend zu Essen, weil sie einen kleinen Bauernhof mit eigenem Anbau unterhalten. Viele Arbeiter aus dem Tourismussektor und Wanderarbeiter aus dem Ausland gingen nach Hause auf den Bauernhof der Eltern, und freuen sich auf das Angebot unserer zukünftigen Berufsschule, um eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Sektor zu erhalten, um so ihr Einkommen zu verdienen. 

 

In der Hauptstadt Kathmandu gab es mehr Versorgungsprobleme. Die Grundnahrungsmittel werden bis heute immer teurer. Viele Bettler, Tagelöhner etc., welche von der Hand in den Mund leben, sind bis jetzt hungrig auf der Strasse. Für diesen Teil der Bevölkerung haben wir ein Corona - Notfallprojekt gestartet und CHF 5000 direkt überwiesen.  Ramu, Leiter des Bodhi Guesthouses in Bodnath/Kathmandu, unterstützte im Sommer 2021 mit seinem Team die notleidende Bevölkerung, indem er einen Lastwagen mietete und Essensrationen verteilte.

Mehr dazu findet Ihr in seinem Brief. 

 


Download
Corona- Notfallhilfe von Ramu
financial report for hospital food.pdf
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Frühere notfallmässige Unterstützung der von Corona stark betroffenen Bevölkerung

Um die aktuelle Not in Nepal etwas zu lindern, unterstützt NepalTara gemeinsam mit sehr zuverlässigen, seriösen nepalesischen Kontaktpersonen unter Corona leidende Menschen notfallmässig:

 

Ramu, Leiter des Bodhi Guesthouses in Kathmandu: CHF 2000

Unterstützung von arbeitslosen Tagelöhnern, Kranken, Alleinstehenden und alten Menschen in seinem Dorf mit Grundnahrungsmitteln.

 

Reema, Lions Club Kathmandu: CHF 2200

Unterstützung von sehr armen Schülerinnen und ihren Tagelöhner - Familien mit Grundnahrungsmitteln, Sanitätsmaterial etc.

 

Parishkrit, Leiter von Kaamchha: CHF 1100

Unterstützung der Ekata Schule mit Druckmaterial, Büchern, Masken, Desinfektionsmittel etc.

 

Insgesamt hat NepalTara CHF 5300 für die unter Corona leidenden Menschen überwiesen. 

 

Wir werden auch weiterhin notfallmässig die Bevölkerung finanziell unterstützen. 

 

 

Wirtschaft und Politik

Nepal ist nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt, mit einem Durchschnittseinkommen von etwa CHF 100 pro Monat.

Auch heute noch arbeitet mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Da es bis vor kurzem keine zuverlässige elektrische Versorgung gab, existiert kaum Industrie, wodurch vieles aus den umliegenden Ländern importiert wird.

Nach dem grossen Erdbeben im Jahr 2015, welches 10'000 Menschen das Leben nahm, wurde mit Hilfe von vielen Ländern und Organisationen das Land wieder aufgebaut. Nun wird Nepal durch die Corona-Pandemie erneut von einer grossen Krise getroffen und in seiner Entwicklung zurückgeworfen.

 

EINIGE PROBLEME IN NEPAL

  • Korruption
  • Wenig Arbeitsstellen, wodurch viele in die Golfstaaten auswandern, wo sehr schlechte Arbeitsverhältnisse herrschen
  • Gebildete Nepalesen wandern nach USA, Kanada, Australien etc. aus
  • 80% der Güter werden importiert, 20% exportiert
  • Frauen und Mitglieder niedriger Kasten werden immer noch als minderwertig behandelt
  • Chinesische Invasion
  • Sehr traditionelle, ineffiziente Anbaumethoden, geringe Produktivität in der Landwirtschaft - Abwanderung der Jungen
  • Wenig Unterstützung in den abgelegenen Regionen, wo wichtige Ressourcen des Landes wären (z.B. Heilpflanzen im Himalaya)

 

EINIGE LÖSUNGEN FÜR NEPAL

  • Berufsschulen ("Nagarjun vocational school")
  • Unterstützung der Frauen und Minderheiten ("women empowerment project")
  • Erhaltung, Förderung, Nutzung des Pflanzenheilwissens ("Medicinal plant garden")
  • Soforthilfe wegen Corona
  • Unterstützung der abgelegenen Dörfer im Himalaya mit Solarenergie und Häuserprojekten

Kontakt

NepalTara

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Eichackerstr. 16c

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Telefon 0041 79 412 40 29

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